Urbane Landwirtschaft in der Schweiz – Einblicke aus unserer Fachexkursion

Wie kann Landwirtschaft in dicht besiedelten Städten funktionieren? Welche Rolle spielen Kommunen, und wie lassen sich Produktion, Erholung und soziale Nutzung miteinander verbinden? Mit diesen Fragen im Gepäck begab sich das Forscherteam, unterstützt durch Ursula Emmert (BUKEA), vom 13. bis 16. April 2026 auf Exkursion nach Zürich, Bern und Genf.

Im Rahmen der Reise wurden unterschiedliche Projekte und Akteurskonstellationen analysiert – darunter städtisch organisierte Landwirtschaftsbetriebe, gemeinschaftlich getragene Garteninitiativen sowie agro-urbane Parkkonzepte. Dabei zeigte sich, dass urbane Landwirtschaft in der Schweiz vielfach strategisch durch die öffentliche Hand gesteuert wird. Städte übernehmen eine aktive Rolle, indem sie Flächen bereitstellen, Rahmenbedingungen definieren und Entwicklungsprozesse begleiten.

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist die Bedeutung integrierter Betriebskonzepte: Wirtschaftliche Tragfähigkeit entsteht in der Regel erst durch das Zusammenspiel verschiedener Elemente wie landwirtschaftlicher Produktion, Direktvermarktung sowie Bildungs- und Beteiligungsangeboten. Gleichzeitig werden Spannungsfelder sichtbar, etwa zwischen öffentlicher Zugänglichkeit und landwirtschaftlicher Nutzung, die differenzierte Lösungen erfordern.

Die gewonnenen Erkenntnisse liefern wichtige Impulse für die Weiterentwicklung urbaner Landwirtschaft im deutschen Kontext und unterstreichen deren Potenzial als Bestandteil nachhaltiger Stadtentwicklung.